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Gero Teufert

Rhetorik-Tipp: Zehn Tipps für wirksame Präsentationen!


  • Präsentation ist nicht gleich PowerPoint!

PowerPoint ist ein Vehikel, das helfen soll, Inhalte zu transportieren. Steve Jobs hat einmal gesagt „Computer sind das Fahrrad für den Geist.“ Mit anderen Worten, der Geist ist der Motor. Bei den meisten Präsentatoren ist es allerdings so, dass PowerPoint zum Motor gemacht wird. Der Redner ist nur noch Beiwerk und Folienvorleser. Wenn Ihre Präsentationen gut wirken sollen, dann ändern Sie das.

  • Präsentation und Handout sind verschiedene Dinge!

Die meisten Redner finden es ungemein praktisch, dass Powerpoint Folien sowohl als Dokumentation als auch für die Präsentation verwendet werden können. Dieser Zusammenwurf ist eine einzige Katastrophe. Eine Folie, die sich selbst erklärt, erzeugt Langweile. Warum soll Ihnen das Publikum denn noch zuhören, wenn es auf der Folie schon alles gelesen hat? Folien sind Folien und Dokumentationen sind Dokumentationen. Folien sollen Ihre Argumente unterstützen und nicht noch einmal herbeten. In der Dokumentation können Sie ins Detail gehen. Trennen Sie Dokumentation und Präsentation!

  • Präsentation und Notizzettel sind verschiedene Dinge!

Viele Redner benutzen die Präsentation als die eigene Gedächtnisstütze zum Vortrag. Ungemein praktisch, aber für die Zuhörer ungemein langweilig. Ihre Stichpunkte zum Vortrag notieren Sie sich bitte auf Rednerkarten oder Sie drucken sich Ihre Folien auf dickeres Papier. Aber bitte zeigen Sie diese nicht den Zuhörern!

  • Entfernen Sie alle Textfolien aus Ihrer Präsentation!

Ich meine das wirklich ernst. Alle Textfolien raus! 90% aller Folien Ihrer Präsentation landen im Müll. Text nimmt Ihnen die Energie aus Ihrem Vortrag. Sobald über einen Beamer Text an eine Wand geworfen wird, fangen Ihre Zuhörer an zu lesen und hören Ihnen nicht mehr zu. Sie überlassen es den Zuhörern, wann sie wieder zurück zum Vortrag kommen. Der amerikanische Forscher John Sweller hat nachgewiesen, dass es den Zuhörern schwerer fällt Informationen zu verarbeiten, wenn sie sowohl schriftlich als auch mündlich vorgetragen werden. Professor Sweller zog folgendes Fazit aus seinen Untersuchungen: „Die übliche Nutzung von PowerPoint hat sich als Desaster entpuppt. Diese Präsentationen gehören auf den Schrottplatz.“ Eine gute Folie braucht keinen Text!

  • Reduzieren Sie!

Reduzieren Sie die Dinge, die Sie präsentieren auf die essentiellen Daten. Die meisten Redner glauben, je mehr Daten und Argumente sie vorbringen, desto besser sei die Wirkung auf das Publikum. Das Gegenteil ist der Fall. Es ist nicht die Fülle der Argumente, sondern das eine Argument, das Sie auf die emotionale Ebene bringen können, das die Entscheidung beeinflusst. Trainieren Sie Ihre rhetorischen Fähigkeiten, um das zu erreichen. In meinem Seminar gebe ich den Teilnehmern viele Techniken an die Hand, wie sie das erreichen können.

  • Eine Botschaft pro Folie!

Eine Folie trägt genau eine Botschaft, nicht mehr. Der Inhalt muss vom Publikum in zwei Sekunden erfassbar sein. Diese Botschaft stellen Sie als Grafik oder besser als Bild dar. Bei allen Grafiken prüfen Sie bitte, ob diese nicht besser am Flipchart dargestellt werden können, meist erzielen Sie dort die bessere Wirkung. Wenn Sie der Meinung sind, am Flipchart gehe das nicht, dann prüfen Sie bitte ein zweites Mal, ob Sie die Daten ausreichend reduziert haben.

  • Benutzen Sie Grafiken und Bilder!

Stellen Sie Grafiken und Bilder dar. Nehmen Sie nur eine Grafik oder ein Bild pro Folie. Reduzieren Sie die Inhalte Ihrer Grafiken auf die wesentlichen Elemente. Achten sie darauf, dass die Darstellung für Ihre Zielgruppe verständlich ist. Stellen Sie Ihre Grafiken ohne Überschrift dar (Ich meine hier die Präsentation, in Ihrem Handout sollte die Grafik durch Text verständlich werden).

  • Die dunkle Seite ist Macht.

Nein, liebe Star-Wars-Fans, das ist kein Tippfehler. Ich rede nicht von dunklen Kräften sondern ganz einfach von einer schwarzen Folie. Fügen Sie zwischen Ihre Bilder und Grafiken mal eine schwarze Folien ein. In diesem Moment gibt es an der Leinwand nichts mehr zu sehen und Sie als Redner stehen wieder voll im Fokus Ihrer Zuhörer. Sie werden sich wundern, wie sehr diese strategisch gesteuerte Aufmerksamkeit Ihren Vortrag verändert.

  • Nutzen Sie das Flipchart!

Wie oft benutzen Sie das Flipchart in Ihren Präsentationen? PowerPoint-Folien sind statisch und leblos. Ganz anders das Flipchart: Ein weißes Blatt Papier und ein charismatischer Redner. Ein Akt des Entstehens vor den Augen des Publikums. Hier werden Daten lebendig und der Vortrag erfährt eine dynamische Unterstützung, wenn Sie verstehen das Flipchart richtig einzusetzen. Kennzahlen, Balken- und Torten¬diagramme und sogar viele technische Zeichnungen lassen sich sehr gut an das Flipchart bringen. Ihre Zuschauer sind immer Teilnehmer an einem Akt des Erschaffens. Nutzen Sie das Flipchart; natürlich ohne dass gleichzeitig noch etwas an die Leinwand gebeamt wird. Wenn Sie erfahren wollen, wie Sie mit dem Flipchart eine ganz große Show machen, dann bekommen Sie dazu noch viele Tipps im meinem Seminar.

  • Machen Sie’s auch ohne?

Keine Angst, Ihre Kleidung dürfen Sie anbehalten. Aber stellen Sie sich Folgendes vor: Nach der ersten Folie fallen sämtliche technischen Geräte aus. Ersatz ist so schnell nicht zu beschaffen. Sind Sie wirklich in der Lage, Ihren Vortrag auch wirkungsvoll ohne Laptop und PowerPoint zu halten? So richtig „unplugged“? Wenn die Antwort „nein!“ lautet, rate ich Ihnen sich gründlicher vorzubereiten. Jeder Redner sollte in der Lage sein, die wesentlichen Inhalte und insbesondere den Nutzen seines Vortrags auch ohne technische Unterstützung zu vermitteln.

Ausgezeichnet...

Professional SpeakerGlobal Speakers FoundationExzellenztrainingSeminarbewertung sehr gutRhetorik TrainerckeckSemigatorGerman Speakers AssociationTrainer RankingSpeaker Experten

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