“Ich lasse mein Urteil über meine Arbeit nicht von Kritikern abhängig machen. Du musst selbst ein Gefühl für den Wert deiner Arbeit finden oder du verlierst jeden Maßstab und deine eigene Urteilskraft”

Diese starken Worte stammen vom Schauspieler Götz George. Für Nicht-Schauspieler sind es meist nicht die Kritiker aus der Presse, welche den Weg begleiten, sondern die Familie, die Vorgesetzten oder Kollegen, das soziale Umfeld, das jeder von uns hat.

Durch welche Werte lassen Sie sich steuern? Geld? Statussymbole wie den schönen Firmenwagen? Gesellschaftliche Anerkennung? Innere Zufriedenheit? Sie sollten diese Werte kennen, denn dann wissen Sie auch, auf welche Weise Sie selbst Ihren beruflichen Selbstwert definieren. Gerade an diesen Punkten kann man Sie am leichtesten beeinflussen.

Äußert sich jemand despektierlich zu einer Eigenschaft, die Sie selbst kritisch betrachten, verletzt Sie das besonders. Wünschen Sie sich einen größeren Wagen und jemand sagt: “Du hast ja nur so einen kleine japanische Reisschüssel.”, dann trifft Sie das weit mehr als denjenigen, der mit seinem Auto zufrieden ist. Der Zufriedene könnte nämlich einfach antworten “Ja, genau so ist es!”, während Sie an diesem Punkt sich rechtfertigen werden. “Auch mit so einem japanischen Auto komme ich überall hin. Es kommt doch gar nicht auf die Marke an. Ich denke eben preisbewusst” – und so weiter. An diesem Verhalten erkennt der Angreifer, dass er Sie getroffen hat.

Mein Tipp für Sie: Stehen Sie zu dem was Sie sind und was Sie haben. Denken Sie öfter darüber nach, welche Werte für Sie die entscheidenen sind – ohne dass Sie das an dem Werteurteil der Gesellschaft oder anderer Menschen festmachen.